Erwählt von der Gnade
Unmittelbar nachdem das erste Menschenpaar sich entschieden hatte, selbst zu bestimmen, was gut für sie war, begann ein großes Chaos.
Wir können uns gar nicht vorstellen, wie Gott sich gefühlt haben muss, als er sah, was das Misstrauen ihm gegenüber aus der guten Welt gemacht hatte.
Gott hätte einfach die Welt sich selbst überlassen können, um sich etwas Schönerem zuzuwenden. Aber er hatte einen besseren Plan. Er wollte in einer gnadenlosen Welt mit Gnade um den Menschen werben und damit das Chaos beseitigen, das die Rebellion angerichtet hatte.
Ein Mann mit einer besonderen Mission, der grenzenloses Vertrauen in Gott hat, soll durch sein Handeln es möglich machen, die Sünde auszulöschen – der Schlange den Kopf zertreten – und die Einheit mit Gott wieder herzustellen.
Doch wo konnte dieser Prozess der Rettung in einer Welt ansetzen, die von der Sünde verdorben war? Es blieb nur eine Möglichkeit. Ein Neuanfang.
So begann ein ganzes Stück später Gottes Geschichte mit Abram.
Gottes Plan sah ein Volk vor, das der Welt seine Liebe und Güte, aber auch seine Macht demonstriert. Er wollte mit diesem Volk einen Bund schließen, in dem er sich selbst verpflichtete, dieses Volk zu beschützen und zu segnen. Und die einzige Bedingung war Vertrauen.
Sie sollten an einem Verkehrsknotenpunkt der Handelsstraßen der antiken Welt leben. Die Durchreisenden sollten eine bemerkenswert fortschrittliche und gastfreundliche Nation kennenlernen, deren König ein unsichtbarer Gott war, und die Kunde von diesem Gott in ihre Heimatländer tragen.
Dieses Volk sollte das Sprachrohr sein, mit dem Gott der Welt seine Gnade anbot. Jeder, der Jahwe vertraute, sollte gerettet sein.
Unglücklicherweise kam dafür keine der bereits existierenden Nationen und Zivilisationen infrage. Zu sehr waren sie in Götzendienst und Unbarmherzigkeit verstrickt.
Gott entschied sich daher, keine der bestehenden Nation neu zu organisieren, sondern ein neues Volk ins Leben zu rufen. Und er begann mit einem einzelnen Ehepaar.
Zugegeben, das war nicht der schnellste Weg, um eine Nation aufzubauen. Doch für Gottes Rettungsplan war es die einzige Möglichkeit. Er wollte sich Abram offenbaren, ihn ganz auf seine Seite holen und mit ihm ein Bündnis schließen.
Seine Nachkommen würden sich vermehren und mit der Zeit zu einem Volk werden. Jeder Angehörige dieses neuen Volks gehörte zu dem Bund, den Gott mit ihrem Stammvater geschlossen hatte.
Gott hatte sich Abram aus der Handelsmetropole Ur im südlichen Mesopotamien ausgeguckt. Doch Abram war nicht irgendein Mann. Er war offensichtlich kein religiöser Fanatiker, und er war mit siebzig auch nicht mehr der Jüngste. Dass seine Frau unfruchtbar war und ihm keine Kinder geboren hatte, machte die Sache noch komplizierter. Das waren nicht gerade ideale Voraussetzungen, um eine Nation zu gründen.
An dieser Stelle also krempelte Gott die Ärmel hoch, um das Chaos aufzuräumen, das der Unglaube angerichtet hatte. Gottes Plan sah vor, diesen Mann – seinen Mann – aus seiner vertrauten Umgebung zu holen. Er schickte ihn mit viel Zeit auf eine 1800 km lange Reise in die absolute Fremde. So begann Gott sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Abram hatte mit seiner Großfamilie nach etwa 1000 km mal eine längere Pause in Haran eingelegt. Nachdem sein Vater gestorben war, wurde Abram weitergeschickt.
Wir können uns gar nicht vorstellen, wie Gott sich gefühlt haben muss, als er sah, was das Misstrauen ihm gegenüber aus der guten Welt gemacht hatte.
Gott hätte einfach die Welt sich selbst überlassen können, um sich etwas Schönerem zuzuwenden. Aber er hatte einen besseren Plan. Er wollte in einer gnadenlosen Welt mit Gnade um den Menschen werben und damit das Chaos beseitigen, das die Rebellion angerichtet hatte.
Ein Mann mit einer besonderen Mission, der grenzenloses Vertrauen in Gott hat, soll durch sein Handeln es möglich machen, die Sünde auszulöschen – der Schlange den Kopf zertreten – und die Einheit mit Gott wieder herzustellen.
Doch wo konnte dieser Prozess der Rettung in einer Welt ansetzen, die von der Sünde verdorben war? Es blieb nur eine Möglichkeit. Ein Neuanfang.
So begann ein ganzes Stück später Gottes Geschichte mit Abram.
Gottes Plan sah ein Volk vor, das der Welt seine Liebe und Güte, aber auch seine Macht demonstriert. Er wollte mit diesem Volk einen Bund schließen, in dem er sich selbst verpflichtete, dieses Volk zu beschützen und zu segnen. Und die einzige Bedingung war Vertrauen.
Sie sollten an einem Verkehrsknotenpunkt der Handelsstraßen der antiken Welt leben. Die Durchreisenden sollten eine bemerkenswert fortschrittliche und gastfreundliche Nation kennenlernen, deren König ein unsichtbarer Gott war, und die Kunde von diesem Gott in ihre Heimatländer tragen.
Dieses Volk sollte das Sprachrohr sein, mit dem Gott der Welt seine Gnade anbot. Jeder, der Jahwe vertraute, sollte gerettet sein.
Unglücklicherweise kam dafür keine der bereits existierenden Nationen und Zivilisationen infrage. Zu sehr waren sie in Götzendienst und Unbarmherzigkeit verstrickt.
Gott entschied sich daher, keine der bestehenden Nation neu zu organisieren, sondern ein neues Volk ins Leben zu rufen. Und er begann mit einem einzelnen Ehepaar.
Zugegeben, das war nicht der schnellste Weg, um eine Nation aufzubauen. Doch für Gottes Rettungsplan war es die einzige Möglichkeit. Er wollte sich Abram offenbaren, ihn ganz auf seine Seite holen und mit ihm ein Bündnis schließen.
Seine Nachkommen würden sich vermehren und mit der Zeit zu einem Volk werden. Jeder Angehörige dieses neuen Volks gehörte zu dem Bund, den Gott mit ihrem Stammvater geschlossen hatte.
Gott hatte sich Abram aus der Handelsmetropole Ur im südlichen Mesopotamien ausgeguckt. Doch Abram war nicht irgendein Mann. Er war offensichtlich kein religiöser Fanatiker, und er war mit siebzig auch nicht mehr der Jüngste. Dass seine Frau unfruchtbar war und ihm keine Kinder geboren hatte, machte die Sache noch komplizierter. Das waren nicht gerade ideale Voraussetzungen, um eine Nation zu gründen.
An dieser Stelle also krempelte Gott die Ärmel hoch, um das Chaos aufzuräumen, das der Unglaube angerichtet hatte. Gottes Plan sah vor, diesen Mann – seinen Mann – aus seiner vertrauten Umgebung zu holen. Er schickte ihn mit viel Zeit auf eine 1800 km lange Reise in die absolute Fremde. So begann Gott sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Abram hatte mit seiner Großfamilie nach etwa 1000 km mal eine längere Pause in Haran eingelegt. Nachdem sein Vater gestorben war, wurde Abram weitergeschickt.
Da sagte Jahwe zu Abram: Zieh aus deinem Land weg! Verlass deine Sippe und auch die Familie deines Vaters und geh in das Land, das ich dir zeigen werde!
1. Mose 12,1; Neue evangelistische Übersetzung, 2025
Und dann, einzig und allein weil er es wollte, machte er Abram ein dreifaches Versprechen.
Ich werde dich zum Stammvater eines großen Volkes machen. Ich werde dich segnen und deinen Namen überall berühmt machen. Du wirst ´für viele Menschen` ein Segen sein. Wer dir Gutes wünscht, den werde ich segnen, und wer dir Böses wünscht, den werde ich verfluchen. Durch dich sollen alle Völker der Erde gesegnet werden.
1. Mose 12,2-3; Neue Genfer Übersetzung, 2011
Als Gott mit Abram in Beziehung trat, begann er mit einer Garantiezusage.
Abram hatte weder darum gebeten, noch hatte er sie sich verdient.
Es war allein Gottes Idee. Und diese Absichtserklärung enthielt keine einzige Bedingung. Die Zehn Gebote sollten erst Jahrhunderte später kommen.
Gott bat Abram einfach, sich auf die Zusicherungen zu verlassen und ihm zu vertrauen. Das war der Anfang und das Fundament ihrer Beziehung.
Seine Eltern hatten ihn Abram genannt, das bedeutet »erhabener Vater«. Inzwischen lag sein achtzigster Geburtstag hinter ihm, und er hatte immer noch keinen Erben gezeugt. Seine Frau Sarai – die »Fürstliche« – hatte sich längst mit ihrer Unfruchtbarkeit abgefunden, und so begann sich der kinderlose Patriarch zu fragen, ob Gott ihn vergessen hat.
Möglicherweise. Denn allmählich wurde die Zeit knapp. Eines Nachts erschien ihm Gott in einem Traum.
Gott bat Abram einfach, sich auf die Zusicherungen zu verlassen und ihm zu vertrauen. Das war der Anfang und das Fundament ihrer Beziehung.
Seine Eltern hatten ihn Abram genannt, das bedeutet »erhabener Vater«. Inzwischen lag sein achtzigster Geburtstag hinter ihm, und er hatte immer noch keinen Erben gezeugt. Seine Frau Sarai – die »Fürstliche« – hatte sich längst mit ihrer Unfruchtbarkeit abgefunden, und so begann sich der kinderlose Patriarch zu fragen, ob Gott ihn vergessen hat.
Möglicherweise. Denn allmählich wurde die Zeit knapp. Eines Nachts erschien ihm Gott in einem Traum.
Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild. Dein Lohn wird sehr gross sein.
1. Mose 15,1; Zürcher Bibel, 2007
Abram antwortete sinngemäß: »Ich möchte dir ja gerne glauben, aber wie soll das passieren? Du sagst, dass ich der Vater eines großen Volks werden soll. Wir sind schon alte Leute, wir haben keine Kinder. Mein einziger Erbe ist Eliëser, mein Verwalter.«
Gott geht ruhig auf ihn ein, ohne Vorwurf oder Tadel. Stattdessen kommt eine neue Zusage:
Gott geht ruhig auf ihn ein, ohne Vorwurf oder Tadel. Stattdessen kommt eine neue Zusage:
»Nein, dein Verwalter wird dich nicht beerben. Du wirst einen Sohn bekommen, der dein Erbe sein wird. …
Schau hinauf zum Himmel. Kannst du etwa die Sterne zählen?« Dann versprach er ihm: »So zahlreich werden deine Nachkommen sein!«
Schau hinauf zum Himmel. Kannst du etwa die Sterne zählen?« Dann versprach er ihm: »So zahlreich werden deine Nachkommen sein!«
1. Mose 15,4-5; Neues Leben. Die Bibel, 2024
Als Abram in die schwarzen Tiefen des Universums blickte, übersät von Milliarden von Sternen, passierte etwas.
Abram glaubte Jahwe, und das rechnete er ihm als Gerechtigkeit an.
1. Mose 15,6; Neue evangelistische Übersetzung, 2025
Obwohl der »gesunde Menschenverstand« dagegen sprach, obwohl er wusste, unter welchen Bedingungen Menschen sich normalerweise fortpflanzen und wie sich das Alter auf die Fähigkeit, Kinder zu bekommen, auswirkt, vertraute er Gottes Zusage.
Das hatte eine ungeheure Folge.
Gott erklärte Abram aufgrund seines Vertrauens für gerecht. Das bedeutet, zwischen ihm und Gott gab es nichts Trennendes mehr. Anders gesagt: »Weil du mir vertraust, bist du jederzeit in meiner Gegenwart. Weil du mir vertraust, wird dir keine Sünde und kein Fehlverhalten angerechnet.«
In diesem Augenblick machte Gott etwas ganz Wichtiges klar: »Vor Gott ist jeder gerecht, der ihm vertraut«. Das ist der wichtigste Aspekt von Gottes Gnade.
Abram entschied sich, Gott zu vertrauen. Abram bereitete eine Zeremonie vor, mit der in alter Zeit Bündnisse in Kraft gesetzt wurden.
Gott erklärte Abram aufgrund seines Vertrauens für gerecht. Das bedeutet, zwischen ihm und Gott gab es nichts Trennendes mehr. Anders gesagt: »Weil du mir vertraust, bist du jederzeit in meiner Gegenwart. Weil du mir vertraust, wird dir keine Sünde und kein Fehlverhalten angerechnet.«
In diesem Augenblick machte Gott etwas ganz Wichtiges klar: »Vor Gott ist jeder gerecht, der ihm vertraut«. Das ist der wichtigste Aspekt von Gottes Gnade.
Abram entschied sich, Gott zu vertrauen. Abram bereitete eine Zeremonie vor, mit der in alter Zeit Bündnisse in Kraft gesetzt wurden.
So schloss Jahwe damals einen Bund mit Abram und versprach ihm: „Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land, vom Strom Ägyptens bis an den großen Euphratstrom, …“
1. Mose 15,18; Neue evangelistische Übersetzung, 2025
Es war ein einseitiger Vertrag. Den Vertragsabschluss erlebte Abram nur wie im Traum.
So unglaublich all das Abram vorgekommen sein muss, da gab es immer noch das Problem, dass Sarai keine Kinder bekommen konnte.
Abram vertraute Gott, doch an der Situation selbst änderte sich nichts.
Eines Tages überbracht Gott dem Abram endlich eine aufregende Botschaft. Abram, nun neunundneunzig Jahre alt, und Sarai, fast neunzig, würden innerhalb eines Jahres einen Sohn bekommen.
Gott gab den beiden neue Namen. Aus Abram, dem »erhabenen Vater«, wurde Abraham, »Vater der Menge«. Aus Sarai, die »Fürstliche«, wurde Sara, die »Fürstin«.
Einige Monate, nach Gottes Ankündigung, konnte sich das Paar über ihr erstes und einziges Kind freuen. Ihrem Sohn gaben sie den Namen Isaak – Lacher.
Wir können nur spekulieren, aber vielleicht wartete Gott mit der Erfüllung seines Versprechens deshalb so lange, damit Abraham genügend Zeit hatte, durch sein Verhalten zu beweisen, dass er eine solche Ehre nicht verdient hatte. Wenn Gottes Geschenk der Gerechtigkeit an eine Bedingung geknüpft gewesen wäre, hätte er Grund genug gehabt, den Vertrag rückgängig zu machen. Doch Gott wollte diesen Bund gar nicht aufkündigen. Im Gegenteil.
Mit Isaaks Geburt war der nächste Schritt getan, den Menschen seine Gnade zu bringen. Isaak verkörperte buchstäblich Gottes Verheißung für Abraham und die gesamte Menschheit. Durch ihn wollte Gott seine Gnade vervielfachen. Durch diesen Jungen sollten doch alle Länder dieser Welt gesegnet werden. Gott war in Aktion.
Zugegeben, Gott handelte recht langsam. Aber immerhin hatten Sara und Abraham einen Sohn bekommen. Wieder sprach Gott zu Abraham.
Eines Tages überbracht Gott dem Abram endlich eine aufregende Botschaft. Abram, nun neunundneunzig Jahre alt, und Sarai, fast neunzig, würden innerhalb eines Jahres einen Sohn bekommen.
Gott gab den beiden neue Namen. Aus Abram, dem »erhabenen Vater«, wurde Abraham, »Vater der Menge«. Aus Sarai, die »Fürstliche«, wurde Sara, die »Fürstin«.
Einige Monate, nach Gottes Ankündigung, konnte sich das Paar über ihr erstes und einziges Kind freuen. Ihrem Sohn gaben sie den Namen Isaak – Lacher.
Wir können nur spekulieren, aber vielleicht wartete Gott mit der Erfüllung seines Versprechens deshalb so lange, damit Abraham genügend Zeit hatte, durch sein Verhalten zu beweisen, dass er eine solche Ehre nicht verdient hatte. Wenn Gottes Geschenk der Gerechtigkeit an eine Bedingung geknüpft gewesen wäre, hätte er Grund genug gehabt, den Vertrag rückgängig zu machen. Doch Gott wollte diesen Bund gar nicht aufkündigen. Im Gegenteil.
Mit Isaaks Geburt war der nächste Schritt getan, den Menschen seine Gnade zu bringen. Isaak verkörperte buchstäblich Gottes Verheißung für Abraham und die gesamte Menschheit. Durch ihn wollte Gott seine Gnade vervielfachen. Durch diesen Jungen sollten doch alle Länder dieser Welt gesegnet werden. Gott war in Aktion.
Zugegeben, Gott handelte recht langsam. Aber immerhin hatten Sara und Abraham einen Sohn bekommen. Wieder sprach Gott zu Abraham.
Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar!
1. Mose 22,2; Einheitsübersetzung, 2016
Kinderopfer waren in jener Zeit nicht ungewöhnlich; seinen einzigen Sohn zu opfern hingegen schon.
Das ergab keinen Sinn, da es sich um einen Sohn handelte, den Gott versprochen und im hohen Alter geschenkt hatte.
Aber Abraham gehorchte augenblicklich. Früh am nächsten Morgen stand er auf, um Gottes seltsamen Befehl Folge zu leisten.
Der stille, kühle Morgen muss ein krasser Gegensatz zum Sturm in Abrahams Herzen gewesen sein. Zweifel, Furcht, Sorge, Verwirrung und Zorn müssen in seinem Inneren wie ein arabischer Sandsturm durcheinandergewirbelt sein, als er seinen einzigen Sohn in die Wildnis führte, um ihn dort zu opfern.
Drei Tage würde die Reise dauern. Drei Tage, in denen Abraham noch seine Meinung ändern konnte. Drei Tage, um mit Gott zu feilschen.
Der Sinn und Zweck von Kinderopfern unterschied sich von Kultur zu Kultur, doch im Allgemeinen handelte es sich um den Versuch, launische Götter sanftmütig zu stimmen.
Was mag durch Abrahams Kopf gegangen sein, als sie durch die Wüste wanderten?
Aber Abraham gehorchte augenblicklich. Früh am nächsten Morgen stand er auf, um Gottes seltsamen Befehl Folge zu leisten.
Der stille, kühle Morgen muss ein krasser Gegensatz zum Sturm in Abrahams Herzen gewesen sein. Zweifel, Furcht, Sorge, Verwirrung und Zorn müssen in seinem Inneren wie ein arabischer Sandsturm durcheinandergewirbelt sein, als er seinen einzigen Sohn in die Wildnis führte, um ihn dort zu opfern.
Drei Tage würde die Reise dauern. Drei Tage, in denen Abraham noch seine Meinung ändern konnte. Drei Tage, um mit Gott zu feilschen.
Der Sinn und Zweck von Kinderopfern unterschied sich von Kultur zu Kultur, doch im Allgemeinen handelte es sich um den Versuch, launische Götter sanftmütig zu stimmen.
Was mag durch Abrahams Kopf gegangen sein, als sie durch die Wüste wanderten?
War dies die Strafe dafür, dass er Gott in der Vergangenheit nicht immer vertraut hatte?
Musste Isaak für den Ungehorsam seines Vaters bezahlen?
Handelte es sich um eine Prüfung?
Würde Gott ihm seinen Sohn nehmen und ihm dafür einen anderen schenken?
Hatte Gott vielleicht überhaupt seine Meinung geändert?
Aber Gott hatte ihm doch etwas versprochen. Abraham entschied sich deshalb dafür, ihm zu vertrauen.
Als sie nahe am Ziel waren, befahl Abraham seinen Knechten:
Als sie nahe am Ziel waren, befahl Abraham seinen Knechten:
»Bleibt mit dem Esel hier! Ich gehe mit dem Jungen dort hinauf, um Gott anzubeten. Danach kommen wir wieder zu euch zurück.«
1. Mose 22,5; Neue Genfer Übersetzung, 2011
Abraham entging Isaaks verwirrter Gesichtsausdruck nicht, als sich die beiden mit Feuerholz, einem Messer und einer brennenden Fackel aufmachten, doch ohne Opfertier.
Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! … Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Lamm zum Brandopfer?
1. Mose 22,7; Schlachter Bibel, 2000
Ich kann es fast spüren, wie sich in Abraham in diesem Augenblick der Magen verkrampfte. Ich glaube, dass seine Stimme ziemlich brüchig klang, als er antwortete:
„Gott wird schon für ein Lamm sorgen, mein Sohn.“
1. Mose 22,8; Neue evangelistische Übersetzung, 2025
Abraham hatte nicht die geringste Ahnung, wie wahr diese Worte waren. Und zwar nicht nur unmittelbar in dieser Begebenheit, sondern auch im Zusammenhang mit Gottes Plan zur Erlösung der Menschheit.
Abraham sammelte Felsbrocken, errichtete einen Altar und schichtete das Holz auf. Dann fesselte er seinen Sohn und legte ihn auf den Altar. Die Panik in Isaaks Augen traf ihn wie ein Schlag in die Magengrube.
Wahrscheinlich mit Tränen in den Augen zog er das Messer aus der Scheide, um seinem Sohn die Kehle zu durchschneiden, genau wie er es bei einem Opferlamm getan hätte.
Doch bevor die Klinge die Haut seines Sohnes berührte, griff Gott ein. Von überall und nirgends rief eine Stimme:
Abraham sammelte Felsbrocken, errichtete einen Altar und schichtete das Holz auf. Dann fesselte er seinen Sohn und legte ihn auf den Altar. Die Panik in Isaaks Augen traf ihn wie ein Schlag in die Magengrube.
Wahrscheinlich mit Tränen in den Augen zog er das Messer aus der Scheide, um seinem Sohn die Kehle zu durchschneiden, genau wie er es bei einem Opferlamm getan hätte.
Doch bevor die Klinge die Haut seines Sohnes berührte, griff Gott ein. Von überall und nirgends rief eine Stimme:
„Abraham! Abraham!“ – „Ja?“, erwiderte er. „Halt ein! Tu dem Jungen nichts zuleide! Jetzt weiß ich, dass du Gott gehorchst, denn du hast mir deinen einzigen Sohn nicht verweigert.“
1. Mose 22,11-12; Neue evangelistische Übersetzung, 2025
Zweifellos, mit zitternden Händen löste er die Fesseln seines Sohnes.
Da weckte eine Bewegung im Unterholz ihre Aufmerksamkeit. Nur einige Meter entfernt hatte sich ein Schafbock mit den Hörnern im Gebüsch verfangen.
Gott hatte für ein Opfertier gesorgt.
Abraham starb mit 175 Jahren. Mittlerweile hatte Isaak, der Sohn des Bundes, selbst zwei Söhne bekommen. Abrahams Name jedoch war nicht über die Grenzen seines Nomadenlebens hinaus bekannt. Die Völker der Erde waren nicht durch ihn gesegnet worden. Das seinen Nachkommen verheißene Land gehörte ihnen nicht.
Doch mit der Zeit würde alles geschehen, was Gott dem Abraham in einem bindenden Abkommen zugesagt hat. Nicht weil Abraham ein so frommer Mensch war, sondern weil Gott es versprochen hatte. Diesem Versprechen vertraute Abraham.
Auf diese Weise begann das große Aufräumen. Gott nahm sich das Chaos vor, das die Sünde verursacht hat. Er fing an, seinen großen Heilsplan zu entfalten. Und der rote Faden in dieser Geschichte ist Gnade.
Abraham starb mit 175 Jahren. Mittlerweile hatte Isaak, der Sohn des Bundes, selbst zwei Söhne bekommen. Abrahams Name jedoch war nicht über die Grenzen seines Nomadenlebens hinaus bekannt. Die Völker der Erde waren nicht durch ihn gesegnet worden. Das seinen Nachkommen verheißene Land gehörte ihnen nicht.
Doch mit der Zeit würde alles geschehen, was Gott dem Abraham in einem bindenden Abkommen zugesagt hat. Nicht weil Abraham ein so frommer Mensch war, sondern weil Gott es versprochen hatte. Diesem Versprechen vertraute Abraham.
Auf diese Weise begann das große Aufräumen. Gott nahm sich das Chaos vor, das die Sünde verursacht hat. Er fing an, seinen großen Heilsplan zu entfalten. Und der rote Faden in dieser Geschichte ist Gnade.
Aus Gnade erwählte Gott Abraham.
Aus Gnade sprach er ihn gerecht.
Aus Gnade sorgte Gott für Abraham und seine Familie und beschützte sie, selbst als sie ihm nicht gehorchten.
Gnade bewog Gott, Abraham und Sara einen Sohn zu schenken.
Und Gnade veranlasste Gott dazu, diese Geschichte zu einem guten Ende zu bringen.
Gottes Erwählung von Abraham zeigt uns, dass Gott immer der zuerst Handelnde ist, wenn es um die Beziehung von Gott und Mensch geht. Und es ist immer eine sehr einseitige Verbindung.
Der Schreiber des Briefs an die Hebräer sagt dazu:
Der Schreiber des Briefs an die Hebräer sagt dazu:
Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Höheren schwören konnte, …
Hebräer 6,13; Einheitsübersetzung, 2016
Damals setzte er die Grundregeln für die Beziehung zwischen sich und den Menschen fest: Gerecht vor Gott zu stehen ist die Folge davon, dass man Gottes Verheißungen vertraut.
Hunderte von Jahren, bevor Gott dem Volk Israel das Gesetz gab, bekam Abraham das Geschenk der Gerechtigkeit wegen seines Vertrauens.
Die Botschaft hätte nicht deutlicher sein können: Das Problem der Sünde löst man nicht, indem man Regeln einhält. Weder die 10 noch die 613 Regeln des »Alten Bundes« konnten auch nur eine einzige Folge des Unglaubens in Ordnung bringen oder aus der Welt schaffen. Wenn das der Fall wäre, hätte Gott das große Aufräumen mit einer Liste begonnen. Stattdessen ging er eine Beziehung ein.
Er forderte einen Mann, der es nicht verdiente, auf, ihm zu vertrauen. Als sich dieser Mann darauf einließ, schenkte er ihm das, was er am nötigsten brauchte und am wenigsten verdiente: Freundschaft mit Gott.
Die Botschaft hätte nicht deutlicher sein können: Das Problem der Sünde löst man nicht, indem man Regeln einhält. Weder die 10 noch die 613 Regeln des »Alten Bundes« konnten auch nur eine einzige Folge des Unglaubens in Ordnung bringen oder aus der Welt schaffen. Wenn das der Fall wäre, hätte Gott das große Aufräumen mit einer Liste begonnen. Stattdessen ging er eine Beziehung ein.
Er forderte einen Mann, der es nicht verdiente, auf, ihm zu vertrauen. Als sich dieser Mann darauf einließ, schenkte er ihm das, was er am nötigsten brauchte und am wenigsten verdiente: Freundschaft mit Gott.
»Abraham hat auf Gott vertraut, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet!« Ja, er wurde sogar als Freund Gottes bezeichnet.
Jakobus 2,23; Das Buch, 2022
Es ist beeindruckend, dass dieses Freundschaftsangebot, das Gott Abraham machte, sich schließlich auf die ganze Welt ausweitete.
Das Angebot gilt auch dir! Es ist an dieselbe Bedingung geknüpft: »Vertraue mir!«
Doch in einer von Sünde regierten Welt kann die Schlichtheit dieses Angebots schnell untergehen. Das ist verständlich. In jeder Kultur wissen die Menschen, dass sie Gottes Maßstäben nicht genügen. Das Gewissen macht das unmissverständlich klar.
Deshalb sagt uns der »gesunde Menschenverstand«:
Doch in einer von Sünde regierten Welt kann die Schlichtheit dieses Angebots schnell untergehen. Das ist verständlich. In jeder Kultur wissen die Menschen, dass sie Gottes Maßstäben nicht genügen. Das Gewissen macht das unmissverständlich klar.
Deshalb sagt uns der »gesunde Menschenverstand«:
Wenn böses Verhalten uns von Gott trennt, dann müsste gutes Verhalten alles wieder in Ordnung bringen.
Wir alle haben von Natur aus die Neigung, irgendetwas zu tun, was Gott gnädig stimmen könnte, damit er uns wieder annimmt und unser Tun gutheißt.
Von Anfang an haben sich Menschen alle denkbar möglichen Methoden einfallen lassen, um ihrem Gott oder ihren Göttern zu gefallen. Doch als der einzig wahre Gott eine Beziehung zu den Menschen aufbaute, begann er nicht mit einer Forderung, sondern mit einer Bitte: „Willst du mir vertrauen?“
Hunderte von Jahren später führte ein Nachkomme von Abraham eine erbitterte Diskussion mit anderen Nachkommen von Abraham über die Frage, wie man vor Gott gerecht wird. Seine Diskussionsgegner beriefen sich dabei auf das Gesetz des Mose, der Apostel Paulus griff jedoch noch weiter in ihre reiche Geschichte zurück und berief sich auf Abraham:
Von Anfang an haben sich Menschen alle denkbar möglichen Methoden einfallen lassen, um ihrem Gott oder ihren Göttern zu gefallen. Doch als der einzig wahre Gott eine Beziehung zu den Menschen aufbaute, begann er nicht mit einer Forderung, sondern mit einer Bitte: „Willst du mir vertrauen?“
Hunderte von Jahren später führte ein Nachkomme von Abraham eine erbitterte Diskussion mit anderen Nachkommen von Abraham über die Frage, wie man vor Gott gerecht wird. Seine Diskussionsgegner beriefen sich dabei auf das Gesetz des Mose, der Apostel Paulus griff jedoch noch weiter in ihre reiche Geschichte zurück und berief sich auf Abraham:
Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Same die Verheißung, dass er Erbe der Welt sein solle, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.
Darum ist es aus Glauben, damit es aufgrund von Gnade sei, auf dass die Verheißung dem ganzen Samen sicher sei, nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem aus dem Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist …
Darum ist es aus Glauben, damit es aufgrund von Gnade sei, auf dass die Verheißung dem ganzen Samen sicher sei, nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem aus dem Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist …
Römer 4,13. 16; Schlachter Bibel, 2000
Gott startete seine Rettungsaktion mit einem ganz gewöhnlichen Mann. Er bot ihm das an, was jeder Mensch am meisten braucht: Frieden mit Gott.
Auf diese Weise machte Gott der gesamten Menschheit Hoffnung.
Gottes gnädiges Versprechen an Abraham war keine Belohnung für frommes Verhalten. Um in den Genuss dieser Zusagen zu kommen, musste Abraham nur vertrauen.
Dasselbe gilt für uns. Die Einlösung von Gottes Versprechen verdient man sich nicht durch Gesetzestreue oder gute Taten; man empfängt sie durch Vertrauen. Wer wie Abraham vertraut, ist mit Gott versöhnt und gerecht.
Der von der Sünde verursachte Graben zwischen Gott und dir lässt sich überwinden. Doch nicht durch Religion oder Frömmigkeitsübungen oder Beachtung des göttlichen Gesetzes, sondern allein durch Gottes Gnade.
Wenn Gottes Gunst als Belohnung für gutes Verhalten verteilt würde, bräuchte man kein Vertrauen. Wir können entweder im Vertrauen oder unter dem Gesetz leben. Beides zusammen geht nicht, genauso wenig, wie man Feuer und Wasser mischen kann.
»Unter dem Gesetz «zu leben bedeutet, auf sich selbst und seine religiöse Leistung zu vertrauen, anstatt auf Jesus und sein vollendetes Rettungswerk. Sich auf seinen angeblichen Gesetzesgehorsam zu verlassen, ist eine Form des Unglaubens.
Wenn Gott im »Bund der Gnade« auf unsere Versprechungen, unseren Gehorsam und unsere Erfüllung bauen würde, wäre es keine Gnade mehr, sondern Verdienst. Sofern wir 100 % abliefern. Aber Gottes Segnungen bekommen wir aus Gnade geschenkt und sie werden durch Vertrauen empfangen.
Ich habe über den vertrauenden Abraham gesprochen. Seine Zweifel habe ich übersprungen.
Und davon hatte er einige:
Dasselbe gilt für uns. Die Einlösung von Gottes Versprechen verdient man sich nicht durch Gesetzestreue oder gute Taten; man empfängt sie durch Vertrauen. Wer wie Abraham vertraut, ist mit Gott versöhnt und gerecht.
Der von der Sünde verursachte Graben zwischen Gott und dir lässt sich überwinden. Doch nicht durch Religion oder Frömmigkeitsübungen oder Beachtung des göttlichen Gesetzes, sondern allein durch Gottes Gnade.
Wenn Gottes Gunst als Belohnung für gutes Verhalten verteilt würde, bräuchte man kein Vertrauen. Wir können entweder im Vertrauen oder unter dem Gesetz leben. Beides zusammen geht nicht, genauso wenig, wie man Feuer und Wasser mischen kann.
»Unter dem Gesetz «zu leben bedeutet, auf sich selbst und seine religiöse Leistung zu vertrauen, anstatt auf Jesus und sein vollendetes Rettungswerk. Sich auf seinen angeblichen Gesetzesgehorsam zu verlassen, ist eine Form des Unglaubens.
Wenn Gott im »Bund der Gnade« auf unsere Versprechungen, unseren Gehorsam und unsere Erfüllung bauen würde, wäre es keine Gnade mehr, sondern Verdienst. Sofern wir 100 % abliefern. Aber Gottes Segnungen bekommen wir aus Gnade geschenkt und sie werden durch Vertrauen empfangen.
Ich habe über den vertrauenden Abraham gesprochen. Seine Zweifel habe ich übersprungen.
Und davon hatte er einige:
1. Gott rief Abraham nach Kanaan und er kam – doch als die Zeiten hart wurden, floh er nach Ägypten.
2. Gott versprach Abraham eine große Familie. Doch aus Angst, die Ägypter könnten seine Frau zur Witwe machen, log er. Dasselbe tat er später in Gerar.
3. Gott sagte Abraham, dass er in seinem hohen Alter einen Sohn bekommen würde. Der ungeduldige Abraham schlief mit der Sklavin, um Gott nachzuhelfen.
4. Als Gott ankündigte, dass Abraham einen Sohn haben würde, mit seiner alternden Frau, lachte er – und Sarah lachte auch.
2. Gott versprach Abraham eine große Familie. Doch aus Angst, die Ägypter könnten seine Frau zur Witwe machen, log er. Dasselbe tat er später in Gerar.
3. Gott sagte Abraham, dass er in seinem hohen Alter einen Sohn bekommen würde. Der ungeduldige Abraham schlief mit der Sklavin, um Gott nachzuhelfen.
4. Als Gott ankündigte, dass Abraham einen Sohn haben würde, mit seiner alternden Frau, lachte er – und Sarah lachte auch.
Abrahams Glaube war manchmal wackelig.
Gott musste einige Kurskorrekturen vornehmen – »Nein, nicht Ägypten«, eingreifen, um Leben zu retten – »Ich warne dich, Abimelech«
und einige Fehler wiedergutmachen – »Auch Ismael wird ein großes Volk sein«.
Das ist sehr ermutigend für diejenigen von uns, denen es schwerfällt, im Vertrauen zu leben – also für uns alle manchmal. Wie schön wäre es, wenn wir jedes Mal ins Schwarze treffen würden, aber das tun wir nicht. Wir machen Fehler und Fehltritte und verschwenden Zeit damit, den falschen Weg einzuschlagen.
Die Lehre aus Abrahams Leben ist, dass Gottes Gnade größer ist als unsere Fehler und er erlöst uns von unserem Chaos.
Vielleicht versuchst du, Dinge aus eigener Kraft zu schaffen. Vielleicht hast du dein Leben so verpfuscht, dass du denkst, Gott sei mit dir fertig. Ich garantiere dir, er ist es nicht.
Abraham, der Vertrauende, war zugleich Abraham, der Zweifler. Der Vater des Glaubens war zugleich der Vater des Unglaubens. Doch durch Gottes Gnade durchlebte er das Tal des Zweifelns und wurde stark im Gottvertrauen.
Gott musste einige Kurskorrekturen vornehmen – »Nein, nicht Ägypten«, eingreifen, um Leben zu retten – »Ich warne dich, Abimelech«
und einige Fehler wiedergutmachen – »Auch Ismael wird ein großes Volk sein«.
Das ist sehr ermutigend für diejenigen von uns, denen es schwerfällt, im Vertrauen zu leben – also für uns alle manchmal. Wie schön wäre es, wenn wir jedes Mal ins Schwarze treffen würden, aber das tun wir nicht. Wir machen Fehler und Fehltritte und verschwenden Zeit damit, den falschen Weg einzuschlagen.
Die Lehre aus Abrahams Leben ist, dass Gottes Gnade größer ist als unsere Fehler und er erlöst uns von unserem Chaos.
Vielleicht versuchst du, Dinge aus eigener Kraft zu schaffen. Vielleicht hast du dein Leben so verpfuscht, dass du denkst, Gott sei mit dir fertig. Ich garantiere dir, er ist es nicht.
Abraham, der Vertrauende, war zugleich Abraham, der Zweifler. Der Vater des Glaubens war zugleich der Vater des Unglaubens. Doch durch Gottes Gnade durchlebte er das Tal des Zweifelns und wurde stark im Gottvertrauen.
Er gab dem Unglauben keinen Raum und zweifelte das Versprechen Gottes nicht an, sondern ehrte stattdessen durch sein Verhalten Gott.
Römer 4,20; Das Buch, 2022
Abraham erlangte ein unerschütterliches Vertrauen in Gott, aber das geschah nicht über Nacht. Er gab Gott die Ehre, indem er ihn beim Wort nahm. Aber er brauchte seine Zeit, um in Gott zur Ruhe zu kommen.
Auch du kannst vollkommen zu dieser Ruhe kommen.
Wir stärken unser Vertrauen unter anderem dadurch, dass wir in der Gnade und Erkenntnis von Jesus wachsen.
Durch Jesus lernst du Gottes Liebe kennen. Je tiefer dein Verständnis von Gottes Liebe wird, desto stärker wird dein Vertrauen in ihn.
Ich wünsche dir ein solches Vertrauen, das Gott ehrt und verherrlicht.
Auch du kannst vollkommen zu dieser Ruhe kommen.
Wir stärken unser Vertrauen unter anderem dadurch, dass wir in der Gnade und Erkenntnis von Jesus wachsen.
Durch Jesus lernst du Gottes Liebe kennen. Je tiefer dein Verständnis von Gottes Liebe wird, desto stärker wird dein Vertrauen in ihn.
Ich wünsche dir ein solches Vertrauen, das Gott ehrt und verherrlicht.